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Schauspielhaus mit Falteffekt

21.02.2012 - Ende 2008 begann der Berliner Architekt Klaus Roth mit der Planung einer substantiellen Sanierung des Schauspielhauses in Stuttgart/Deutschland. In dieser Woche wurde Eröffnung gefeiert.

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Der Zuschauerraum selbst ist als ein intimer Raum gestaltet, der mit unterschiedlichen Dreiecksflächen die Trennung zwischen Decke und Wand aufhebt. Foto: Brigida Gonzalez

Das Stuttgarter Schauspielhaus – das ehemalige „Kleine Haus“ – ist nach Kriegszerstörung des Vorgängerbaus nach einem Wettbewerb zwischen 1959 und 1962 neu gebaut worden. Der nüchterne Bau der Stuttgarter Architekten Hans Volkart, Bert Perlia und Kurt Pläcking mit seinem achteckigen Zuschauerraum steht inzwischen unter Denkmalschutz.

Ziel war es, den baulichen Zustand und den technischen Ausbau des gesamten Schauspielhauses mit Bühne, Zuschauerraum, Foyers und Personalbereich mit Büros, Aufenthalts- und Umkleidebereichen auf den heutigen Stand zu bringen und teilweise räumlich neu zu ordnen. Im Zuschauerraum vorhandene raumakustische Mängel und Sichteinschränkungen, die aus einem zu flachen Parkett und einem zu großen Raumvolumen resultierten, wurden durch eine steilere Parkettneigung und eine neue Raumschale beseitigt.

Im Eingangsbereich wurden Bar, Garderobe, Merchandising, Abendkasse und Lounge zu einer im Raum stehenden „Funktionsinsel“ aus teils angeböschten Formen in Sichtbeton und Holz zusammengefasst. Der Zuschauerraum selbst ist als ein intimer Raum gestaltet, der mit unterschiedlichen Dreiecksflächen die Trennung zwischen Decke und Wand aufhebt. Es entstand eine „prismatisch gefaltete, Wände und Decken überspannende Raumschale aus kaffeebrauner Wenge, die nicht nur im maximalen Kontrast zur lichten Außenschale der Wandelgänge steht, sondern den Zuschauer in seine eigene Welt eintauchen lässt“ (Amber Sayah in der Stuttgarter Zeitung). Eingelassen in dieses Faltwerk aus Holz ist eine Lichtinstallation aus 800 LED-Leuchtstreifen, „die den Raum dematerialisiert und den Zuschauer auf die bevorstehende Aufführung einstimmt“ (Architekt).

Die Foyers sind in der räumlichen Abfolge mit Eingangsfoyer und oberem Foyer erhalten geblieben, ebenso die Aufteilung und Profilierung der Fassaden.

www.baunetz.de

www.schauspiel-stuttgart.de
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Die Entwürfe von Gareth Hoskins sind eher schlicht gehalten und überzeugen durch ihre klaren Formen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind öffentliche Bauten wie zum Beispiel Museen, Galerien oder Kulturzentren ebenso wie Hotels, Einkaufszentren und Krankenhäuser.Holz und Naturstein sind bevorzugte Materialien des Schotten, der seit 1998 in Glasgow ein eigenes Büro betreibt.