Holzbauparlament: Weg frei für Ausbildungsoffensive
13.02.2012 - Vergangenen Freitag, den 10. Februar 2012, fand wieder das Holzbauparlament statt. Im Zuge der Leitmesse Bauen&Wohnen trafen sich zahlreiche Holzbau- und Zimmerermeister am Messezentrum in Salzburg, um über aktuelle Themen zu sprechen und zu diskutieren.

Bundesinnungsmeister Richard Rothböck (2.v.l.) und alle Landesinnungsmeister beim 5. Holzbauparlament in Salzburg.
Nach einer Begrüßung durch Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Richard Rothböck gingen die Teilnehmer des fünften Österreichischen Holzbauparlaments auch gleich ins Eingemachte. Zahlreiche Punkte standen am Freitag auf der Tagesordnung, darunter auch ein Vortrag der Firma Pavatex. Karl-Heinz Knedlitschek präsentierte den Holzbau- und Zimmerermeistern neue Sanierungstechnologien und zeigte auf, dass es in punkto Sanierungen noch viele, neue Chancen für den Holzbau gibt. Im Anschluss an das Impulsreferat stellte Reinhold Steinmaurer, von holzbau austria, den neuesten Stand der Technik der Homepage meta_wissen_holzbau vor. Auf der Homepage kann man sich nützliche Tipps für den täglichen Umgang mit Holz holen, es wird darauf über Normen, Kennzeichnungen und rechtliche Möglichkeiten aufgeklärt. „Ich würde mir wünschen, dass unsere Seite mehr Besucher hat. Es gibt darauf echt viel zu entdecken, wir sind gerade dabei, die Bedienung benutzerfreundlicher zu machen“, so Steinmaurer.
Nach einer kurzen Pause informierte Matthias Ammann, ebenfalls von holzbau austria, über die aktuellen Entwicklungen der Europäische Vereinigung Holzbau (kurz: EVH). Die EVH hat in Garmisch-Partenkirchen einstimmig eine neue Strategie verabschiedet, die in den kommenden fünf Jahren für spürbar mehr Einfluss in Brüssel sorgen soll.
Im Fokus des kommenden EVH-Engagements stehen künftig:
• Mitgestaltung des Europäisches Normenwesen
• Politische Interessensvertretung in holzbaurelevanten Bereichen
• Koordination und Kooperation in Forschung, Entwicklung und Bildung
• Grenzüberschreitender Informations- und Erfahrungsaustausch
Letzter Punkt auf der Tagesordnung des Holzbauparlaments in Salzburg war eine sehr wichtige Thematik, die im Anschluss zu einer ausgedehnten Diskussion führte: Die Berufsausbildung des Zimmererberufes. Die Holzbau- und Zimmerermeister waren sich einig, dass der Beruf in Zukunft wieder mehr an Qualität gewinnen muss. Außerdem müsse die Ausbildung in gesamtösterreichischer Betrachtung vereinheitlicht werden. „Es gibt mittlerweile zu wenige, gut ausgebildete Zimmerer, das Niveau sinkt stetig und die Anzahl der ‚Nachsichten’ steigt“, so lautete der allgemeine Tenor bei der anschließenden Diskussionsrunde.
Im Anschluss an die Vorträge nahm Bundesinnungsmeister Richard Rothböck noch eine wichtige Ehrung vor. Dem burgenländische Landesinnungsmeister und Bundesinnungsmeister-Stellvertreter, Kommerzialrat Rudolf Oswald, wurde der Ehrenring der Holzbauinnung verliehen. „Für mich ist das eine große Ehre. Ich habe mich schon gewundert, warum meine Gattin noch vor ein paar Wochen meine Ringgröße so genau wissen wollte“, schmunzelte Oswald nach der Ehrung.
Einen würdigen und zünftigen Ausklang fand das fünfte Holzbauparlament bei Bier, Brezen und Blasmusik.








